Das Österreichische Kriminalmuseum dokumentiert in mehr als
20 Schauräumen des Schlosses Scharnstein die Geschichte des
österr. Justiz-und Sicherheitswesens vom späten Mittelalter
bis in unsere Zeit.
In den Gewölben des Schlosses, wo sich von 1584 bis 1848 das
Landgericht befand, wird durch zahlreiche Exponate das Gerichtsverfahren
der Vergangenheit, aber auch Folter und Strafvollzug dargestellt.
Die originale Folterkammer gewährt Einblick in die Praxis der
historischen Justiz.
Auch die Vergangenheit und Gegenwart der Gendarmerie wird in
umfangreicher und eindrucksvoller Form dokumentiert, ebenso
wie spektakuläre Kriminalfälle, die durch den Einsatz der Gendarmerie
einer Klärung zugeführt wurden.
Uniformierung, Gerät und Ausrüstung dieses traditionsreichen
Exekutivkörpers wird seit seinem Bestehen im Jahre 1849 ebenfalls
umfangreich dargestellt.
Auch die polizeiliche Entwicklung, das Justiz- und Gefängniswesen
bis in unsere Zeit, Gerichtsmedizin, Todesstrafe und berühmte
Kriminalfälle ergänzen die Thematik und den umfangreichen Schaubereich.
Eine in Aufbau befindliche weitere Ausstellungsabteilung vermittelt
moderneres Gerät und Polizeiwesen sowie berühmte Fälle der jüngeren
Zeit. Im Zentrum dieses Bereiches steht das im Jahre 1984 bei
einem Terroranschlag vor der Wiener türkischen Botschaft zerstörte
Auto eines türkischen Botschaftsangehörigen.